Von Traumjobs und seltsamen Leuten in Sozialen Netzwerken
Ich kann mich noch gut daran erinnern. Als ich noch ein kleiner Junge war konnte ich es kaum erwarten erwachsen zu werden.
Damals hatte ich noch keine Ahnung was erwachsen sein alles bedeutet. Meiner kindlichen Auffassung nach durften Erwachsene einfach alles, und wir Kinder eigentlich so gut wie gar nichts.
Dabei ist es gar nicht so schwer Erwachsen zu werden, man musste es nur irgendwie schaffen 18 Jahre lang mehr oder weniger unbeschadet die Tücken des täglichen Lebens zu Überstehen.
Leider stellt man aber auf dem Weg des Heranwachsens relativ schnell fest, dass erwachsen sein gar nicht so toll ist, wie es aus der Perspektive eines 9 Jährigen ausgesehen hat.
Bereits nach etwas mehr als dreiviertel des Weges zum 18. Lebensjahr also mit 14 oder 15 Jahren merkt man, dass man einen Job braucht, kennt man das Gefühl wie es ist Verantwortung zu Tragen, wie es sich anfühlt verlassen zu werden. Plötzlich wünscht man sich seine Kindheit wieder zurück, die unbeschwerte Zeit ohne all diese Probleme.
Ein weiteres großes Problem auf dem Weg des Erwachsenwerdens ist die Wahl des richtigen Berufes.
Als Kind wollte man immer so tolle Berufe wie Astronaut, Tierärztin, Süßigkeitenverkäufer oder Pilot, ergreifen.
Nach einigen Jahren hat man dann auch festgestellt das diese Berufe eigentlich total Banane sind.
Für die meisten tollen Jobs benötigt man ein Studium welches ohne vorherige Gymnasialschulzeit über Umwege zwar auch erreichbar ist, aber ohne dicke Geldbörse der Eltern nicht zu finanzierbar. Astronaut fällt somit schon mal komplett flach. Dann gäbe es da noch die Tierärztin, leider ist auch dieser Job ohne Akademische Ausbildung nicht zugänglich.
Bleibt noch der Süßigkeitenverkäufer. Eigentlich ist auch dieser Job mehr als nur beschissen. Lauter verkommene Lendenfrüchte um einen herum, die es nicht schaffen 90% der Angebotenen Waren richtig auszusprechen. Wenn die Regierung dann wieder eine neue Gesundheitsreform beschließt, und sich niemand mehr teure Zahnarztbehandlungen leisten kann wird man arbeitslos, hängt an der Flasche und überlegt seinem dar sein ein jähes ende zu setzen.
Süßigkeitenverkäufer auch ein mehr als nur frustrierender Job.
Eine weitere Berufsperspektive wäre dann die es Piloten. Pilot zu sein ist eigentlich fast noch beschissener Als Süßigkeitenverkäufer zu sein.
Zuerst einmal hat man als Pilot eine schier ewig lange Ausbildungszeit, und der Berufsalltag bietet auch wenig Abwechslung.
Auf einem Langstreckenflug zwischen Frankfurt und Australien sitzt man nur in seinem Cockpit, hat die Langweiligen Instrumente vor sich, der Autopilot erledigt das Meiste, und DVD schauen wie es die übrigen Passagieren tun, ist auch nicht drin. Eine Blowjob Garantie von den Stewardessen wie damals gibt es auch nicht mehr, zum einen sind viele Flugbegleiter heutzutage männlich, zum anderen verstößt diese Form der Pilotenunterhaltung gegen geltende Flugsicherheitsmaßnahmen.
Pilot also auch kein wirklicher Traumjob.
Im laufe des Erwachsenwerdens kommt man dann auch nicht um sog. Soziale Netzwerke wie Facebook, Myspace oder auch die ganzen VZ-Netzwerke.
Eins haben all die genannten Netzwerke gemeinsam. Nervende Teenager die sich öffentlich im Internet über Ihre Sexuellen Erfahrungen austauschen müssen.
Neulich kam ich in den Genuss die Sexuellen verlieben 2er frühreifen Gören lesen zu dürfen.
Zunächst unterhielten sie sich über den typisch langweiligen Teenagerkram, doch dann verkündete die eine plötzlich lauthals, dass sie eigentlich mal wieder Bock auf einen flotten Dreier mit zwei Typen hätte. Die andere gab erstaunt zu, bisher über keinerlei Erfahrung mit zwei Rittmeistern zugleich zu verfügen (wofür sie auch von ihrer Freundin ehrlich bemitleidet wurde), aber ebenfalls einem gepflegten Rudelbumsen nicht abgeneigt wäre, am besten noch in den nächsten Stunden. Jedoch denke sie auch gerne an ungestümen Geschlechtsverkehr im Freien, da sie diesen wohl erst kürzlich ausgiebig erlebt habe. Der gemeinsame Konsens war jedenfalls, dass es die beiden gar heftig zwischen den beiden großen Zehen jucken würde und möglichst schnell Abhilfe gefunden werden müsste. (Ich habe die Aussagen der jungen Damen mal paraphrasiert; würde ich sie wörtlich zitieren, käme wieder der Jugendschutz angeschissen, um sich zu beschweren.)
Eine andere lustige Sorte von Teilnehmer an diesen Netzwerken sind die, die immer jede Kleinigkeit in Ihren Status posten müssen.
So kommt man nicht selten umher Dinge wie ” Ich hol mir n Twix ” in deren Status zu lesen. Penetrant wird es wenn diese Leute sich dann in Ihrer Privatsphäre gestört fühlen. Dann dreht dieser asoziale Proll so richtig auf, und wird beleidigend bis zu Letzt. Über die Kommentarzeilen wird dann mit Prügel oder 7 BMW´s und 2 Mercedes mit Freunden als Insassen geprahlt, welche dann vor der eigenen Haustüre stehen wenn man nicht sofort einlenkt und die Meinung des jeweiligen teilt.
Soziale Netzwerke und Traumberufe um beides kommt man beim Erwachsenwerden nicht herum. – Leider

